Allgemeine Lehre im Studium der Humanmedizin

Im seit wenigen Jahren reformierten Studium der Humanmedizin an der Medizinischen Universität Graz wird vor allem Wert auf das Vermitteln praktischer Kenntnisse gelegt, ohne die für das Verständnis notwendige Theorie zu vernachlässigen. Den Studierenden wird so ein praxisnahes Lernen ermöglicht.

Neben dem Modul 26 "Zirkulation, Rekonstruktion, Ersatz", wo die Klinik verschiedenster Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, aber auch die Transplant- und Transfusionsmedizin interdisziplinär beleuchtet werden, haben die Studierenden die Möglichkeit, im speziellen Studienmodul "Kardiologie in der Praxis" sich über den Pflichtlehrplan hinaus praxisrelevantes Wissen der Diagnostik und Therapie in der Kardiologie anzueignen.

SSM44 Kardiologie in der Praxis

Das SSM Kardiologie in der Praxis soll der/dem Studierenden vor allem praktische Seiten der alltäglichen Kardiologie vermitteln. Etwa ein Drittel aller internistischen Patientinnen und Patienten hat eine Herz-Kreislauferkrankung, mit Veränderung der Alterspyramide nimmt diese Zahl drastisch zu. Herz-Kreislauferkrankungen werden die Praxen der Ärztinnen und Ärzte für Allgemeinmedizin sowie die der Internistinnen/-en dominieren. Die theoretische Kardiologie weicht oft von der Praxis ab.

Therapien müssen für Menschen - Frauen und Männer - oft individuell abgestimmt werden, unter Berücksichtigung der Compliance, des Verständnisses, der Co-Morbiditäten, der nicht durch Studien erfaßten Patientinnen bzw Patienten etc. Das Lernziel ist scheinbar einfach: Die/der Studierende soll die im praktischen Alltag anfallende Kardiologie bewältigen, unter Einbeziehung der menschlichen, die Patientin bzw den Patienten betreffenden Aspekte sowie der komplexen bürokratischen und interdisziplinären individuellen Anforderungen des Faches. Es werden die wesentlichen Bereiche der Kardiologie unter diesem Aspekt abgehandelt.

SSM 22 Hypnose und erweiterte Kommunikation im ärztlichen Bereich

Dieses SSM beschäftigt sich mit ärztlicher Hypnose und hypnotischer Kommunikation in Fragen wie Compliance, Angst vor Eingriffen, Schmerzen und Lokalanästhesie. Es beinhaltet Grundlagen der Psychosomatik, der Suggestibilität, vermittelt Kenntnisse von neurolinguistischen Programmieren und Erickson Technik der Tranceführung, weiters Induktionstechniken, inklusive Schnellinduktion, Seedings, Trancevertiefung, Historisches, Indikationen und Kontraindikationen für ärztliche Hypnose. Weitere Inhalte sind ethische Voraussetzungen für die Anwendung von Hypnose, juristische Fragen, Abgrenzung Bewußtes-Unbewußtes, Leading und Pacing, Praktische Übungen und Supervision.

Koordinator der Speziellen Studienmodule

Univ.-Prof. Dr. Robert Gasser, PhD
stellvertretender interimistischer Abteilungsleiter

E-Mail: robert.gasserif20@medunigrazif20.at
Telefon: +43 316 385-12544